
Ulrike May, Helen Barr – Fotografien Rahel Welsen
Das neue Frankfurt
Spaziergänge durch die Siedlungen Ernst Mays und die Architektur seiner Zeit
144 Seiten, durchgehend 4-farbig, ca. 180 Abb., Paperback
ISBN: 3-938783-20-6
EUR 16,90
Das „Neue Frankfurt“ gehört zu den bedeutendsten Unternehmungen im Wohnungsbau der 1920er Jahre. Unter der Ägide des Stadtbaurates Ernst May wurde in Frankfurt versucht, theoretische Forderungen und Prinzipien der Moderne systematisch in die Wirklichkeit umzusetzen.
Ab 1925 realisierte Ernst May gemeinsam mit Architekten wie Herbert Boehm, Martin Elsaesser, Ferdinand Kramer, Margarete Schütte-Lihotzky u.a. ein umfangreiches Bauprogramm. Es entstanden etwa 15.000 Wohnungen, daneben aber auch Schulen, Kindergärten, Erholungseinrichtungen, Kliniken sowie Bauten für Handel, Technik und Verkehr. Das „Neue Frankfurt“ geht weit über die reine Architektur hinaus. So wurden Aspekte wie Rationalisierung und Typisierung unter den ästhetischen Vorgaben umgesetzt. Es entstand in dieser Zeit u.a. die „Frankfurter Küche“. Mittels der Zeitschrift „Das Neue Frankfurt“ wurde versucht, die Öffentlichkeit in die „Kulturelle Neugestaltung“ einzubeziehen und über die Hintergründe des Bauens und Gestaltens zu informieren.
Ein Großteil der damals entstandenen Siedlungen und Bauten sind heute noch erhalten. Das Buch „Das Neue Frankfurt“ möchte anhand von Spaziergängen zu und durch diese Beispiele der Architekturgeschichte führen. An den realen Bauten werden die Grundzüge der damaligen Ansätze und Ideen allgemeinverständlich dargestellt. Viele dieser Ansätze sind heute noch oder wieder hoch aktuell.
Die Fotos von Rahel Welsen führen durch die Straßen der Siedlungen, stellen besondere Details heraus und vermitteln den außerordentlichen Reiz dieser Architektur.
Ein allgemeinverständliches Buch zu einem Herzstück Frankfurter Stadtgeschichte, für Liebhaber der Stadt, Entdecker und „Neue-Frankfurter“.
Die Autorinnen:
Helen Barr studierte Kunstgeschichte in Kiel, Heidelberg, Lyon und Florenz. Sie ist Mitglied der ernst-may-gesellschaft und führt regelmäßig durch die Siedlungen der May-Ära.
Ulrike May ist Kunsthistorikerin, mit Ernst May ist Sie weder verwandt noch verschwägert, aber seit vielen Jahren eine ausgewiesene Kennerin seines Schaffens. 2003 gründete sie zusammen mit Architekten und Kunsthistorikern die ernst-may-gesellschaft e.v. und ist seither Mitglied des wissenschaftlichen Beirates.
Rahel Welsen studierte Freie Bildende Kunst mit der Fachrichtung Fotografie in Mainz und Darmstadt. Thema Ihrer Abschlussarbeit war die Architektur Ernst Mays.
Pressestimmen
„...weiter zurück in die Vergangenheit der Stadt, nämlich in die 20er Jahre, führt das Buch ‚Das neue Frankfurt’. Es geleitet den Leser durch die Siedlungen, die in der Zeit zwischen 1925 und 1930 entstanden waren – und die heute noch höchst lebendig sind. Mit dem „Neuen Bauen“ Ernst Mays setzte Frankfurt damals deutschlandweit Maßstäbe... Beim Gang durch die Quartiere von der Heimatsiedlung in Sachsenhausen bis zur Siedlung Hellerhof im Gallusviertel wird deutlich: Dieser Städtebau kann sich heute noch sehen lassen... Erinnern befördern, nachdenklich, auch vergnüglich“
Frankfurter Rundschau 15. Dezember 2007
„...Das von Grafik-Designer Norbert Hetkamp gestaltete Buch, das neben Karten und historischen Bildern auch Luftaufnahmen zeigt, die das großflächige und somit auch monumentale Bauen von May eindrucksvoll dokumentieren, vermittelt einen guten Überblick über dessen Werkgut. Nicht nur für Bewohner einer der Siedlungen ein schönes Dokument der Heimat...“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Juli 2007
„...sagte Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth... so wie die Hochhaus-Skyline heute für die Stadt stehe, habe May damals die Stadt mit seinen Siedlungen geprägt. Angesichts der Debatte um die Stadtentwicklung und den Wiederaufbau der Altstadt erscheine das Buch zum richtigen Zeitpunkt...“
Frankfurter Neue Presse, 29. Mai 2007
„...Erstmals wird nun ein anderer Architekturführer vorgelegt, der es erlaubt sich die zehn unter der Ägide Ernst Mays erbauten Siedlungen wandernd zu erschließen ... Die Texte sind sachkundig und allgemein verständlich geschrieben, immer eingebunden in allgemeine Informationen. Die Attraktivität des Buches wird mitbestimmt durch die zahlreichen Fotografien und die durchgängige grafische Gestaltung. Über eine spannende Zeit ist ein interessantes Buch entstanden...“
Giessener Allgemeine, 4. August 2007
„...keine trockene Abhandlung für sach- und fachkundigste Detailexperten ... sondern schlicht und einfach ... ein Spaziergang, ... eine Entdeckungsreise durch eine bewegte Zeit und deren stählerne oder steinerne Strukturen ... Eine solche Aufforderung müsste man eigentlich aufgreifen...“
Umrisse, Zeitschrift für Baukultur 1/2008
